Ajna Chakra – Stirn Chakra

Dieser Artikel ist der sechste Teil von Sieben – Anja Chakra. Du wirst eine Übungsreihe mit Meditation, Yoga Asana und einer Visualisierungsübung kennen lernen, um dein 6. Chakra Ajna zu hamonisieren.

Kurze Übersicht zu Ajna Charka – Stirn Chakra

Standort: Zwischen den Augenbrauen, in der Mitte der Stirn, oberhalb der Nasenwurzel

Drüsen: Hirnanhangsdrüse

Farbe: Dunkelblau, Indigoblau

Mantra: OM

Element: –

Sinn: –

Planet: Uranus

Zentral Themen: Intuition, Weisheit, unmittelbare Wahrnehmung, Phantasie

Positive Aspekte: Erleuchtung, heilende Energie, Vorstellungskraft, Offenheit für neue Ideen, Gedankenkontrolle

Negative Aspekte: Selbstsucht, Selbstverherrlichung, Machtstreben, Verantwortungslosigkeit

Körperliche Hinweise auf Störungen: Kopfschmerzen, Gehirnerkrankungen, Augenleiden, Sehschwäche, Hörschwäche, Nebenhöhlenentzündungen, Erkrankungen des Nervensystems

Seelische Hinweise auf Störungen: Konzentrations- und Lernschwäche, Gedankenflucht, Ängste, Gefühl von Sinnlosigkeit, Aberglaube, geistige Verwirrung

Yoga Asana für Ajna Charka

Anleitung für Nadi Shodana

Bei Nadi Shodana atmest du durch ein Nasenloch ein, dann atmest du durch das andere Nasenloch aus. Die linke Hand lässt du bequem sinken, legst sie einfach auf dem linken Oberschenkel ab.

Die rechte Hand führst du nach oben, klappst Zeigefinger und Mittelfinger nach unten Richtung Handfläche und legst den rechten Daumen an die kleine Delle des rechten Nasenflügels, und den rechten Ringfinger oben an die kleine Delle des linken Nasenflügels, falls es nicht klar ist, bitte schau oben auf dem Bild.

Dann verschließt du abwechselnd beide Nasenlöcher, indem du jeweils ganz leichten Druck mit Ringfinger oder Daumen ausübst. Du beginnst immer auf der linken Seite. Also verschließt du zu Beginn das rechte Nasenloch mit dem Daumen und atmest links ein für 4 Sekunden. Verschließe das linke Nasenloch und öffne das rechte Nasenloch und atme rechts aus für 4 Sekunden. Dann atme rechts wieder ein für 4 Sekunden, verschließe rechts und öffne links für die Ausatmung 4 Sekunden. Das war eine Runde, bitte übe noch weitere 5 Runden.

Yoga Asana zum Aufwärmen und Mobilisierung – Bitilasana und Marjarisana

Bitilasana =Kuhhaltung

Richte für die Bitilasana zuerst den Vierfüßlerstand sorgfältig ein. Die Knie stehen genau unter den Hüften, Handgelenke, Ellenbogen und Schultern bilden eine senkrechte Linie. Der Kopf und die Wirbelsäule befinden sich zudem in einer neutralen Position, der Blick ist zum Boden gerichtet. Um auch deine Hände noch zu aktivieren, fächerst du alle zehn Finger einzeln auf. So zeigt abhängig von deiner Anatomie entweder dein Mittel- oder dein Zeigefinger zum Beginn deiner Matte.

Mit einer Einatmung hebst du anschließend Sitzknochen, Brust und Kopf und lässt den Bauch sinken. Der Blick geht dabei gerade nach vorn. Deine Schulterblätter ziehen hinter deinem Rücken zusammen, um die Rückbeuge noch mehr zu intensivieren.

Ausatmend kehrst du nun in die Ausgangsposition des Vierfüßlerstandes zurück, oder aber du kombinierst Bitilasana mit Marjarisana.

Marjarisana = Katzenhaltung

Starte im Vierfüßlerstand auf Händen und Knien, beschrieben wie oben.

Mit einer Ausatmung runde den Rücken vom Becken ausgehend nach oben wie einen Katzenbuckel. Dabei bleiben Schultern und Hüften in ihrer Ausrichtung über Händen und Knien. Der Kopf sinkt dabei locker nach unten. Doch das Kinn wird nicht zur Brust gezogen.

Mit einer Einatmung kehrst du zurück in den neutralen Vierfüßlerstand oder gehst weiter in Bitilasana.

So entsteht eine Form von fließender, dynamischer Abfolge im Atemrhythmus. Einatmend

Bitilasana – Kuh, ausatmend Marjarisan – Katze. Dabei vertiefst du den Atem, lass die Bewegungen langsam und bewusst fließen und nehmen die feinen Bewegungen der einzelnen Wirbel wahr.

Asana

Balasana = Stellung des Kindes

Vom Fersensitz aus lasse deinen Oberkörper langsam nach vorne unten sinken, bis die Stirn den Boden berührt. Die Arme liegen neben dem Körper mit der Handflächen nach oben. Atme ein paar Mal tief durch, konzentriere dich dabei auf die Stirn. Hebe deinen Oberkörper dann wieder Wirbel für Wirbel bis in die Senkrechte, bringe den Kopf leicht in den Nacken. Öffne deine Augen und blicke ein paar Sekunden nach oben. Wiederhole diese Übung noch dreimal.

Mudra

Nehme einen bequemem Sitz ein und nimm folgende Handhaltung ein. Die gestreckten Mittelfinger zeigen nach vorne, die Fingerkuppen berühren sich, ebenso die Daumenkuppen, die jedoch zum Brustbein zeigen. Die restlichen Finger sind abgewinkelt und berühren sich an dem zweiten Fingerglied. Atme tief ein, wiederhole bei der Ausatmung mehrmals das Mantra OM. Wiederhole dies insgesamt sieben Mal.

Visualisierungsübung

Lege dich auf dem Rücken, schließe deine Augen und entspanne dich. Lege die linke Hand auf die auf deine Stirn und die rechte Hand auf die linke. Die Handstellung sollte der natürlichen Linie der Unterarme folgen, die Hände liegen also diagonal übereinander. Lasse die Hände sanft auf der Stirn ruhen. Stelle dir vor, dass du bei der Einatmung heilende Energie aufnimmst und diese mit dem Ausatmen in Ihre Stirn strömen lassen. Gebe dieser Energie in deiner Vorstellung eine sanfte dunkelblaue Farbe, so dass wohltuende, dunkelblaue Strahlen von deinen Händen aus der Stirn und von dort aus in den ganzen Körper fließen. Nehme dir dafür mindesten sieben Atemzüge Zeit. Lege die Hände danach wieder am Boden ab und spüre der Übung für ein paar Minuten nach.